Das die Sturms am vergangenen Donnerstag ausgerechnet in Eberswalde, im betreuten Wohnen bei der Vivatas GmbH ihre diamantene Hochzeit feierten, haben die beiden Mecklenburger ihrem Sohn zu verdanken. Der Lichterfelder holte seine Eltern, im Jahr 2003 vom Meer an den Finowkanal. Dort gingen sie in den ersten Jahren noch viel spazieren. Doch die Kreise der beiden 88-jährigen sind enger geworden.
Gewandert sind sie früher gern, so der diamantene Bräutigam. Als die drei Kinder aus dem Haus waren, reiste das Paar in den Kaukasus, in die slowakischen Berge und lief. „Neben gemeinsamen Interessen war es uns wichtig, dass jeder seinen Freiraum behält“, so der ehemalige Lehrer, der Althorn spielte und 25 Jahre in einer Laienspielgruppe an der Küste agierte. Die diamantene Braut schweigt, schaut ihn an, lächelt. Sie ist vor Jahren an Demenz erkrankt und sehr von ihm abhängig. Er erzählt von ihrem Beruf als Schneiderin, später Sekretärin und ihre Affinität für Handarbeiten. Anneliese und Gunther Sturm lernten sich über die Familie kennen.
Sein bester Freund war ihr Bruder. Der Rest eine Frage der Zeit. Als sie am 5. Juni 1949 in Rostock heirateten, regnete es wie aus Gießkannen und das Taxi kam nicht. Dafür schien ihnen in den Jahren danach das Glück hold.
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