Alles andere als belehrend oder hochwissenschaftlich stand die 3. Messe dieser Art am Wochenende wieder hoch im Kurs der Besucher. Auch wenn die mittlerweile brandenburgweit größte Gesundheitsmesse von drei auf zwei Messetage reduziert wurde, zog sie fast so viele Besucher wie im vorigen Jahr an. "Wir sind mehr als zufrieden, denn wir haben sicher viele Menschen anregen können, gesund zu leben und in ihrer Freizeit aktiv zu werden, das ist doch ein hervorragendes Ergebnis", sagte GLG-Geschäftsführer Harald Kothe-Zimmermann. Um dieses Ziel zu erreichen, waren mit Schlangen-Aktionskünstler Rainer Kwasi, einem Rettungseinsatz im Finowkanal, Thai-Chi- und Chi Gong-Vorführungen, Bauchtanz, Soccer-Turnier und einer Judo-Show des JC Eberswalde eine Menge an Attraktionen vorbereitet. Und Harald Kothe-Zimmermann war sich selbst nicht zu schade, mit seiner Herausforderung von Judo-Europameister Ronald Kühn für einen zusätzlichen Höhepunkt im Programm zu sorgen. Aber auch das fachliche Programm war sichtlich nachgefragt. Dr. Bettina Pech vom medizinischen Versorgungszentrum in der Kochstraße demonstrierte am GLG-Stand an Besuchern Ultraschalluntersuchungen, die zum Beispiel bei Rheumapatienten zu schnellerer Therapie und Heilung verhelfen können. Uwe Nadolny aus Strausberg nutzte das Angebot. "Keine Entzündung" zeigte er sich nach der Untersuchung seiner Schulter erleichtert und nahm den Tipp der Ärztin zur Behandlung mit Voltaren-Salbe mit. Sabine Hagen aus Eberswalde testete eine Touch-Life-Massage von Silvia Götze aus Britz, an einem anderen Stand genoss Dietmar Grosiner eine Vibrationsmassage von Friederike Preuß von Biocomfort. Nikotinfreie Raucherentwöhnung, Repowering-Matten aus Russland, ergodynamische Büromöbel - das Angebot war breit gefächert. Und wer selbst aktiv werden wollte, konnte sich in die Reihe der Pedaltreter beim DAK-Städtewettkampf auf dem Ergometer einreihen. Besonders gefragt waren die Vorträge von Dr. Walter Krischke am großen Prostata-Modell. Typische Prostatabeschwerden, ihre Ursachen und Therapiemöglichkeiten musste der Chefarzt der Strahlentherapie im Forßmann-Krankenhaus immer und immer wieder erläutern. Am Modell konnte er nicht nur die gutartige Vergrößerung des Prostatagewebes sowie den Prostata-Krebs zeigen, sondern auch die beiden Möglichkeiten der Therapie, Operation und Bestrahlung, anschaulich demonstrieren und jeweilige Nebenwirkungen aufzeigen. "Es gibt bei den Patienten einen großen Nachholbedarf an Informationen", so Krischke. Zumindest unter den Besuchern der Messe konnten einige diesen Bedarf aufholen. Von Michael Dietrich Eberswalde (MOZ)
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