Von Monika Schmidt
Die Bauarbeiten im einstigen Hüttenamt sind im vollen Gange. 21 Wohnungen sollen dort entstehen, die ersten Möbelwagen im Dezember dieses Jahres rollen. 36 Bewerbungen liegen der Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) schon vor. Das besondere daran: Die 1- bis 3-Raumwohnungen zwischen 40 und 105 Quadratmetern Größe sind nicht nur für Singles interessant, sondern auch für junge Familien und Senioren. Und genau diese Mischung ist erwünscht. "Wir wollen, dass unsere Mieter wieder mehr aufeinander zugehen, in unseren Häusern nicht nur wohnen, sondern vor allem leben", umreißt Geschäftsführer Rainer Wiegandt das ehrgeizige Ziel der WHG.
Mit Vivatas hat er die passenden Partner gefunden. "Wir sind seit 14 Jahren in Eberswalde aktiv, längst nicht mehr nur im Pflegebereich, sondern auch zunehmend im Service", erklären die beiden Vivatas-Geschäftsführer Thomas Blätterlein und Klaus Berger übereinstimmend. In der Messingwerksiedlung soll nicht nur moderner Wohnraum geschaffen werden, sondern auch Plätze entstehen, an denen sich die Bewohner zu gemeinsamen Veranstaltungen, zum Plausch oder einfach nur zum Entspannen treffen können. Ein ständiger Treffpunkt ist im ehemaligen Konsumgebäude geplant. Weitere Anlaufpunkte sollen der als Parkanlage gedachte hintere Bereich des Hüttenamtes und nicht zuletzt das Ufergelände am Finowkanal sein, wo es künftig auch eine Bootsanlegestelle geben soll.
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Das Quartiersmanagement für die unterschiedlichen Angebote teilen sich die beiden Unternehmen. Der zusätzliche Aufwand für Kommunikationstreff, Einkaufs-Shuttle, Gesundheit, Feiern, Sport und Bewegung soll über einen Obolus zum monatlichen Mietpreis beglichen werden. Über die Höhe sind sich beide Partner noch nicht einig. "Er wird auf alle Fälle bezahlbar bleiben", versichert Klaus Berger. Bei Vivatas gibt es mittlerweile auch Überlegungen, zusätzliches Personal einzustellen. "Wir wollen einen Ansprechpartner vor Ort haben, der sich um die großen und kleinen Alltagsdinge der Bewohner kümmert", erklärt Thomas Blätterlein.
Positive Effekte soll der Kooperationsvertrag nicht nur für die künftigen Bewohner des einstigen Hüttenamtes bringen, sondern auch für alle anderen Bewohner der Messingwerksiedlung. 6,1 Millionen Euro werden in das Ensemble rund ums Torbogenhaus mit insgesamt 61 Wohnungen investiert. 1,6 Millionen Euro kommen aus diversen Fördertöpfen. "Das ist ein großer finanzieller Kraftakt für die WHG. Vier Jahre haben wir daran gearbeitet", sagt Wiegandt. Am Ende aber, sind sich die neuen Kooperationspartner sicher, wird sich das Projekt rechnen. "Spätestens dann, wenn aus Altersgründen niemand mehr wegziehen muss, die Leute, gleich welchen Alters, sich in ihrem Wohngebiet wohlfühlen", so das Fazit der Kooperationspartner.Quelle: Eberswalder MOZ
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