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In der ehemaligen Turnhalle finden sich heute liebevoll zusammengetragene Stücke wie z.B. Georg "Orje" Tietzschs Boxhandschuhe und Zeitungsartikel aus den Tagen als Boxer. Er und auch Legende Max Schmeling hielten den Kampfsport in Bernau hoch und feierten große Siege.

Von deren Ruhm und der Geschichte des Hauses künden nun an den Wänden gerahmte Dokumentationen in Wort und Bild. "Bernau ist ein Wiege des Boxsports", so Klaus Berger in seiner Eröffnungsrede. Die Stücke stammen von Zeitzeugen, von Hans Link oder auch aus Archiven. "Wir hatte aufgerufen, uns bei der Erforschung der Historie des Kaisergartens zu helfen", erklärte er. Auch Gudrun Tietzsch und Uschi Hanke freuten sich über die Würdigung ihres Vaters, der als Gründungsvater des Boxsports in Bernau gilt. "Es wäre schön, wenn Jugendliche aus der Umgebung den Boxsport wieder für sich entdecken würden", waren sich die beiden einig.

Dabei machte das Gebäude vor dem Neubau des Kaisergartens Anfang der 90er Jahre nicht viel her: "Das war hier damals ein finsteres Loch. Die Räume waren baufällig und die Ausrüstung dürftig", erinnert sich Hans Felkel, einer der Bernauer Zeitzeugen. "In der alten Halle in der Jahnstraße fand vor allem Ballsport statt, hier war der einzige Ort, an dem geboxt werden konnte."

Wer Lust bekommen hat, mehr über die Geschichte des Bernauer Boxsports zu erfahren, hat bis zum 30. September in den Räumlichkeiten der Residenz Kaisergarten Gelegenheit dazu.

Öffnungszeiten Mo-Fr, 15 bis 18 Uhr



 

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